Erdbeben in Nepal – THW Steglitz-Zehlendorf entsendet Helfer

Bild1_Nepal_Jürgen_ErtelNach dem schweren Erdbeben in Nepal helfen Einsatzkräfte aus der ganzen Welt in Nepal. Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) ist mit einem Team von 17 Helferinnen und Helfern und mit zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor Ort. Zehn THW-Kräfte, darunter Jürgen Ertel aus dem Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf, gehören zur Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA).

30.000 Menschen kann das Technische Hilfswerk (THW) pro Tag seit gestern im nepalesischen Kathmandu mit sauberem Trinkwasser versorgen. Nachdem am Tag zuvor mit der ersten Trinkwasseranlage (TWA) aufbereitete Wasser an die Bevölkerung abgegeben wurde – insgesamt waren es bis Tagesende 24.000 Liter –, produziert nun auch die zweite TWA des THW 5.000 Liter frisches Wasser in der Stunde.

Kurz nachdem die Wasserabgabe durch die erste TWA begonnen hatte, errichteten die THW-Kräfte die zweite Anlage und brachten sie zum Laufen. Nach einem Probebetrieb und der entsprechenden Analyse des Wassers, konnten die Helferinnen und Helfer mit der Trinkwasseraufbereitung anfangen. Bis zum gestrigen Abend produzierten die beiden Anlagen insgesamt 40.000 Liter des lebensnotwendigen Nass vor. Dieses wurde in großen Wasserblasen zwischengelagert, bis es seit heute Morgen 7 Uhr Ortszeit direkt und mit Tankwagen an die Bevölkerung von Kathmandu verteilt wird. Parallel wird weiteres Wasser gereinigt. Da das THW Trinkwasser nach WHO-Standards herstellt, wird seine Qualität kontinuierlich in einem mobilen Labor des THW überprüft. Dieses befindet sich aktuell auf dem Gelände der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), wo die THW-Kräfte in ihren eigens mitgebrachten Camps auch untergebracht werden.

Jürgen Ertel vom THW-Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf ging am 26. April gemeinsam mit dem SEEWA-Team in den Nepal-Einsatz. Beim Aufbau der Trinkwasseranlage packte er mit an: „Heute haben wir die erste Anlage in Betrieb genommen. Es ist ein klasse Gefühl, wenn es endlich losgehen kann! Den Aufbau haben wir in drei Stunden erledigt und mein Rücken hat sich nach dem Abladen des Aggregats auch wieder erholt. Die letzten Tage waren ziemlich hart und von Schlafmangel geprägt. Deshalb ist es umso schöner, dass die Anlage jetzt läuft und wir Trinkwasser an die Bevölkerung abgeben können.“ Jürgen Ertel hatte auch schon nach dem Erdbeben auf Haiti und in einem Flüchtlingscamp im Irak humanitäre Hilfe geleistet. Im Hauptberuf ist Ertel Elektroingenieur und ist ehrenamtlich im Einsatz. Dafür wurde er von seinem Arbeitgeber freigestellt.

Das THW lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Wer an einer Mitwirkung im Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf interessiert ist, erhält Informationen unter: mitmachen@thw-steglitz.de oder Tel. (030) 775 50 51