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1.000 THW-Jahre gewürdigt

Foto: THW/Joachim Schwemmer
Foto: THW/J. Schwemmer

Erstmals ehrte der Berliner Innensenator Frank Henkel Ehrenamtliche für ihr 50- oder 60-jähriges Engagement in einer Hilfsorganisation, bei der Feuerwehr oder im Technischen Hilfswerk. Die 38. Verleihung der Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen fand im Bärensaal des Alten Stadthauses am 25. Mai 2016 statt. Auch 19 Berliner THW-Helfer waren zu der Feierstunde eingeladen. Siekönnen insgesamt 1.000 ehrenamtliche Dienstjahre vorweisen.

Innensenator Henkel verleiht das Katastrophenschutz-Ehrenzeichen an Joachim Bonack. Foto: THW/Sascha Barnewske
Innensenator Henkel verleiht das Katastrophenschutz-Ehrenzeichen an Joachim Bonack.
Foto: THW/Sascha Barnewske

„Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist ein zentrales Element für den Zivil- und Katastrophenschutz. Sie opfern Ihre wohlverdiente Freizeit für den Dienst am Nächsten. Dafür ist auch Verständnis und Geduld seitens der Familie und Freunde erforderlich.“ Mit diesen Worten würdigte Senator Henkel die langjährigen Aktivitäten der Anwesenden für das Gemeinwohl und die Sicherheit der Stadt.  Auch im fortgeschrittenen Alter leisten die Ehrenamtlichen mit ihrem Erfahrungsschatz einen wichtigen Beitrag in ihren Organisationen.

Fünf Berliner THW-Helfer blicken auf 60 oder mehr Jahre beim THW zurück. Als sie ihren Dienst beim Technischen Hilfswerk begannen, leisteten sie wichtige Ausbauarbeit während der Gründungsphase der noch jungen Berliner Ortsverbände in der Nachkriegszeit. Weitere 14 THW-Helfer aus Reinickendorf, Mitte, Neukölln, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg feierten ihr 50-jähriges Jubiläum. Das bedeutet, sie trainierten 50 Jahre lang mindestens einen Abend in der Woche in ihrem Ortsverband für den Notfall.  Wer so lange seiner Organisation treu bleibt, ist ein Garant für Verlässlichkeit und Kontinuität.

Ulrich Vogel mit Urkunde und Ehrenzeichen. Foto: THW/Sascha Barnewske
Ulrich Vogel mit Urkunde und Ehrenzeichen.
Foto: THW/Sascha Barnewske

Nachdem in diesem Jahr die Verwaltungsvorschrift geändert wurde, übergab nun der Innensenator  insgesamt 58 Goldene Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen der Stufe 4 für 50-jähriges und 18 Ehrenzeichen der Stufe 5 für 60-jähriges Engagement an die geladenen Mitglieder von Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfall-Hilfe, Malteser-Hilfsdienst, Freiwillige Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Während der Feierstunde wurde auch ein Bundesverdienstkreuz an ein Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes verliehen.

Unsere Geehrten im Bärensaal. Foto: THW/Sascha Barnewske
Unsere Geehrten im Bärensaal. Ulrich Vogel, Joachim Bonack, Per Ernst und Manfred Schmidt (v.l.n.r.)
Foto: THW/Sascha Barnewske

Aus unserem Ortsverband wurde Per Ernst für 55 Jahre im THW geehrt. Er betreut noch heute die Jugendgruppe. Manfred Schmidt, aktiver Helfer in der Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen, wurde für 54 Jahre im Dienste des Bevölkerungsschutzes geehrt. Für jeweils 53 Jahre Zugehörigkeit erhielten das Katastrophenschutz-Ehrenzeichen Ulrich Vogel, ehemaliger Ortsbeauftragter und heute Fachberater, und Joachim Bonack, der als Schirrmeister immer noch die meisten Dienststunden im Ortsverband leistet. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und vor allem: Danke!

Ortsbeauftragte Hedwig Karkut (l.) nahm die Geehrten in Empfang: Ulrich Vogel, Per Ernst, Manfred Schmidt und Joachim Bonack (v.l.n.r.) Foto: THW/Oliver Scheele
Ortsbeauftragte Hedwig Karkut (l.) nahm die Geehrten in Empfang: Ulrich Vogel, Per Ernst, Manfred Schmidt und Joachim Bonack (v.l.n.r.)
Foto: THW/Oliver Scheele

Text: Anja Villwock  / Ergänzung: Oliver Scheele

Fotos: THW/Joachim Schwemmer, THW/Sascha Barnewske, THW/Oliver Scheele

Verstärkung für das THW: Erfolgreiche Prüfung für acht neue Einsatzkräfte

AIMG_0230uf diesen Tag hatten sich die acht Helferinnen und Helfer unseres Ortsverbandes teilweise sechs Monate lang vorbereitet. Am Ende waren nur noch eine theoretische und eine praktische Herausforderung zu bestehen, um geprüfte Einsatzkraft zu werden, die Fachausbildung im THW beginnen und in ihre neuen Gruppen zu wechseln. Am Samstag, den 9. April, bestanden sie dann alle mit Bravour bei der Grundausbildungsprüfung in Störitzland (Brandenburg).

IMG_0124Die Grundausbildung ist Voraussetzung, um für das THW Einsätze absolvieren zu können. Am Ende der gründlichen Ausbildung, steht immer eine Prüfung. In diesem Falle waren über 60 neue Helferinnen und Helfer aus vielen Ortsverbänden auf einmal zusammengekommen, um vor erfahrenen THW-Kräften ihre Fähigkeiten zu beweisen.

20160409_192935_thw_ov-stzAb der nächsten Woche werden die frisch geprüften Einsatzkräfte dann ihre Arbeit in den Fachgruppen oder anderen Verwendungen beginnen. Ein Helfer und eine Helferin haben sich beispielsweise entschieden, die verantwortungsvolle Köchin/Koch-Funktion im Stab des Ortsverbandes gemeinsam zu übernehmen. Ein Schritt, zu denen ihnen ihr jetzt ehemaliger Ausbildungsleiter Horst Gäsche auf besondere Art und Weise gratulierte: Indem er ihnen eine Besteck-Uhr überreichte, auf dass sie immer die richtige Ausrüstung haben mögen.

20160409_194249_thw_ov-stzAlle neuen Einsatzkräfte wurden am Abend im Rahmen einer kleinen Feier im neuen Abschnitt ihrer THW-Tätigkeit begrüßt. Rund 30 ihrer Kameradinnen und Kameraden waren gekommen, in ihrem Namen überreichten der stellvertretende Ortsbeauftragte und der stellvertretende Vorsitzende des Helfervereines kleine Präsente.

IMG_0209Gedankt wurde auch den Ausbildenden sowie denjenigen, die bei der Organisation und Durchführung der Prüfung mitwirkten. So stellte unser Ortsverband mit dem Gruppenführer der Fachgruppe Ortung, Patrick Wagner, den stellvertretenden Prüfungsleiter. Angesichts der Größe der Gruppe von Anwärterinnen und Anwärtern eine Mammutaufgabe.

Haben Sie Fragen zur Grundausbildung im THW? Interessieren Sie sich auch für ein ehrenamtliches Engagement und möchten durch unsere Ausbildung mehr über Technik und Bevölkerungsschutz lernen? Schreiben Sie uns einfach an mitmachen@thw-steglitz.de

THW-Präsident ehrt unsere Ortsbeauftragte

THW-Präsident Albrecht Broemme verleiht Hedwig Karkut das Ehrenzeichen in Bronze.
THW-Präsident Albrecht Broemme verleiht Hedwig Karkut das Ehrenzeichen in Bronze. Foto: THW/Jan Holste

Eine ganz besondere Überraschung gab es für unsere Ortsbeauftragte Hedwig Karkut bei der Eröffnung der THW-Ausstellung im Heimatmuseum Steglitz:  Der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Albrecht Broemme, verlieh ihr für ihre Verdienste das THW-Ehrenzeichen in Bronze. Damit würdigte er nicht nur ihre Leistungen im aktuellen Amt, sondern auch ihre Verdienste um die Weiterentwicklung des Ortsverbandes und die Zusammenarbeit mit der staatlichen Feuerwehr Polens.

Hedwig Karkut mit ihrem Mann Markus nach der Verleihungszeremonie. Foto: THW/Jan Holste
Hedwig Karkut mit ihrem Mann Markus nach der Verleihungszeremonie.
Foto: THW/Jan Holste

In seiner Laudatio betonte er unter anderem die viele ehrenamtliche Arbeit und Zeit, die Hedwig Karkut in den Aufbau der Höhenrettung im THW investiert hat. Außerdem hob er hervor, dass mit ihr erstmals eine Frau an der Spitze unseres Ortsverbandes steht. Großen Raum nahm auch die Kooperation mit der polnischen Feuerwehr ein, für die sich Karkut bei gemeinsamen Übungen und in Workshops engagiert hat.

Jahresauftakt 2016 – THW-Ehrenzeichen für Joachim Bonack

Das Jahr 2015 war ein Jahr mit vielen Einsätzen. Besonders die Flüchtlingsarbeit beschäftigte unseren Ortsverband. Die Ortsbeauftragte Hedwig Karkut nutzte die Jahresauftaktfeier am Samstag, um auf die vergangenen Monate zurückzublicken.

In ihrer Rede dankte sie den Einsatzkräften für ihre Arbeit und hob die Bedeutung der Akzeptanz des Engagements durch Arbeitgeber und Familien hervor. Auch ihnen sprach sie ihren Dank für die Unterstützung aus, die die Helferinnen und Helfer im vergangenen Jahr erfahren durften.

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Landesbeauftragter Manfred Metzger bei seiner Rede.

Bevor er  Helferinnen und Helfer für ihre Verdienste um das THW auszeichnete, richtete der Landesbeauftragte Manfred Metzger ein Grußwort an die Angehörigen des Ortsverbandes sowie die zahlreichen Ehrengäste. Er hob die Bedeutung des THW in der Flüchtlingsarbeit hervor und dankte ausdrücklich den Mitgliedern des Bundestages, stellvertretend der anwesenden Frau Dr. Ute Finckh-Krämer, MdB, für die Erhöhung der finanziellen Zuwendungen des Bundes. Erstmals sei das THW ab 2016 wirklich auskömmlich mit Mitteln ausgestattet, so Metzger.

Hedwig Karkut ehrt Jonas Sellin mit dem Helferzeichen in Gold.
Hedwig Karkut ehrt Jonas Sellin mit dem Helferzeichen in Gold.

Anschließend verlieh er Jonas Sellin das Helferzeichen in Gold für seine besonders hohe und flexible Einsatz-bereitschaft in den vergangenen Jahren. Sellin zeichnete sich dadurch aus, dass er auch bei kurzfristigen Einsätzen immer bereit stand und durch sein ausgleichendes Wesen den Gruppenzusammenhalt förderte.

Landesbeauftragter Manfred Metzger verleiht das Helferzeichen in Gold mit Kranz an Pauline Haase.
Landesbeauftragter Manfred Metzger verleiht das Helferzeichen in Gold mit Kranz an Pauline Haase.

Pauline Haase, Truppführerin der Fachgruppe Wasserschaden/ Pumpen, wurde für ihr Engagement mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz geehrt. Der Landesbeauftragte hob hervor, dass sie als vorbildliche Führungskraft die Motivation einer Gruppe auch dann noch einmal zu steigern vermag, wenn sich Einsätze in die Länge ziehen und Ermüdung droht.

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Nach der Laudatio erhält Joachim Bonack seinen Orden aus den Händen der Ortsbeauftragten.

Zu einer besonderen Ehrung erhoben sich anschließend die anwesenden Gäste. Joachim Bonack, Schirrmeister unseres Ortsverbandes, wurde mit dem Helferzeichen in Bronze ausgezeichnet. Der Orden wird jährlich nur an eine kleine Zahl von Helferinnen und Helfern verliehen. Manfred Metzger erinnerte an die über 50 Jahre, die Bonack dem THW bereits haupt- und ehrenamtlich gedient hat. Als er als Landesbeauftragter zum THW kam, so Metzger, sei „Achim“ schon da gewesen. Er habe ihn als ruhigen und zuverlässigen, vorbildlichen THW-Helfer und wunderbaren Menschen kennengelernt.

Bundestagsabgeordnete Dr. Ute Finckh-Krämer spricht über die Bedeutung des THW für die humanitäre Hilfe.
Bundestagsabgeordnete Dr. Ute Finckh-Krämer spricht über die Bedeutung des THW für die humanitäre Hilfe.

Als Ehrengäste richteten die Bundestags-abgeordnete Dr. Ute Finckh-Krämer, Bezirksverordneten-vorsteher René Rögner-Francke und Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto kurze Grußworte an den Ortsverband. Dr. Ute Finckh-Krämer hob die Bedeutung des THW für ihren Arbeitsbereich im Bundestag, die humanitäre Hilfe im Ausland, hervor. Bezirksverordnetenvorsteher Rögner-Francke erinnerte an die gewachsenen engen Beziehungen zwischen Bezirk, Bezirksversammlung und dem Ortsverband und sagte auch für die Zukunft seine Unterstützung zu.