04.06.2013 Hochwasserlage spitzt sich zu

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Die Lage an der mittleren und oberen Elbe ist ernst, die Situation entlang von Mulde, Saale und Weißer Elster zeigt sich heute sehr angespannt. Seit gestern unterstützen 132 THW-Kräfte aus Berlin und Brandenburg die Orte Grimma und Leipzig  bei der Hochwasserbekämpfung. Weitere 50 THW-HelferInnen gingen zur Ablösung der eigenen Kräfte nach Halle (Saale) in den Einsatz. Das Hochwasser bedroht die Stadt immer mehr.

Weil in Halle (Saale) Deiche aufgeweicht sind, konzentrieren sich die THW-Einsatzkräfte vor allem auf die Deichstabilisierung. Kies und Sandsäcke werden transportiert, zu Wällen verbaut, Pumparbeiten durchgeführt. Ein Deich droht zu brechen und bedroht die Neustadt. Der Ortsverband Halle (Saale) und Kräfte aus Merseburg sind mit Sandsackverbau, -transport und Fachberatung beschäftigt. Mit Hochleistungspumpen sollen die Pegelstände niedrig gehalten werden. In Halle (Saale) arbeiten HelferInnen aus dem Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf mit mehreren Pumpen daran, Grundwasserspeicher abzupumpen und den Gimmritzer Damm weiter zu sichern. In der Franz-Schubert-Straße im Stadtzentrum arbeitet die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen aus Berlin Treptow-Köpenick mit einer Großpumpe und mehreren Tauchpumpen. Sowohl THW- als auch Feuerwehrpumpen werden von der Fachgruppe Infrastruktur aus Naumburg mit Strom versorgt.

THW-Pegelmesstrupps kontrollieren den Wasserstand regelmäßig, sie sind im Landkreis Anhalt-Bitterfeld eingesetzt. In Bitterfeld hat sich die Lage verschärft, Einwohner mussten evakuiert und in Notunterkünften untergebracht werden.

THW-Kräfte aus Wolfen, Senftenberg und Rathenow pumpen mit Hochleistungspumpen hinter dem Deich rückstauendes Wasser zurück. Damit entlasten sie den Goitzschesee, um das Eindringen von Wasser in das Stadtgebiet zu verhindern. Die Leine, ein Seitenarm der Mulde, wurde mit einem Notdamm von der rückstauenden Mulde abgeschnitten. Die Fachgruppe Führung/ Kommunikation aus Potsdam kam heute zur Koordinierung der eigenen Kräfte an diesen Einsatzort.

In Zeitz und Weißenfels gehen die Pegel  inzwischen leicht zurück. Ein Technischer Zug aus Naumburg pumpt am Amtsgericht in Zeitz. In Dessau-Roßlau wird ein Sandsackbefüllplatz mit Beleuchtung und Stromversorgung betrieben. Dort arbeiten 65 THW-HelferInnen aus den Ortsverbänden Dessau, Sangerhausen, Wittenberg, Brandenburg a.d. Havel, Frankfurt (Oder), Seelow, Forst, Fürstenwalde. Auch mithelfende Bevölkerung wurde integriert. Die Sandsäcke werden mit THW-Fahrzeugen an umliegende Ortschaften verteilt. Das THW Weißenfels sichert einen Pendelverkehr mit einem Mehrzweckarbeitsboot für die Einwohner von Kraßlau. Der Ort ist von den Fluten eingeschlossen.

In Magdeburg, Cottbus und Calbe wird Sandsacklogistik bewältigt. Die Ortsverbände Cottbus, Lübben, Frankfurt (Oder), Magdeburg und Calbe sind dort eingesetzt.

Der Ortsverband Herzberg unterstützt den Katastrophenschutzstab des Landkreises Elbe-Elster mit einem Fachberater.

Rund 430 THW-Kräfte aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt waren heute in den Hochwassergebieten im Einsatz. Morgen gehen weitere Kräfte mit vielen neuen Aufgaben an weitere Einsatzorte.

Derzeit sind mehr als 2.000 THW-HelferInnen rund um die Uhr in den Katastrophengebieten im Einsatz. THW-Einheiten aus anderen Bundesländern sind unterwegs in die Hochwasserregionen, um die Kräfte vor Ort zu unterstützen beziehungsweise abzulösen.

Bild: www.thw.de

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Ellen Krukenberg
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
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