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Nachbereitung der Hochwassereinsätze noch immer im Gange

Nahansicht Schriftzug MTW wird poliertZum wiederholten Male trafen sich heute Helferinnen und Helfer unseres Ortsverbandes an unserem Standort in Lankwitz, um die Einsätze im Rahmen des Hochwassers im Frühsommer nachzubereiten. Auch wenn die Fluten zurückgegangen sind und die Betroffenen sich ans Aufräumen machen, können sich die THW-Kräfte nicht ausruhen. Denn das Material, das benötigt wurde, muss wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt werden.

Neben der Reinigung der Fahrzeuge und Gerätschaften heißt das vor allem, Schäden zu begutachten und zu beheben und gegebenenfalls Ersatz zu beschaffen. Denn die tage- und wochenlange Beanspruchung verschleißt vor allem Schläuche, Pumpen, Kabel und anderes Material. Der Arbeitsaufwand ist also weiter enorm.

Auch an dem vom Helferverein gekauften Zusatzgeräten sind Schäden entstanden. Außerdem ist, wie oft in Einsätzen, Bedarf für verschiedenste Neuanschaffungen identifiziert worden. Wenn Sie unseren Ortsverband hierbei unterstützen möchten, finden Sie alle Informationen im Flyer oder im Menübereich Helferverein.

Noch immer im Einsatz – Hochwasser Frühsommer 2013

Ein zerstörtes Haus in Sachsen-Anhalt.
Ein zerstörtes Haus in Sachsen-Anhalt.

Seit dem 02. Juni 2013 sind die Helfer unseres Ortsverbandes im gesamten Osten Deutschlands im Einsatz. Den Anfang machten unsere  Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen sowie Elektroversorgung. Danach unterstützen auch unsere Bergungsgruppen die Pumparbeiten, leisteten Hilfe bei der Logistik und verstärkten Einheiten bei Deichsprengungen. Der Zugtrupp unterstütze bei der Führung von THW-Kräften in Wittenberge und einer unserer Fachberater arbeitete für die Einsatzleitung in Dresden.

Die Feuerwache von Fischbeck
Die Feuerwache von Fischbeck

Besonders dramatische Szenen spielten sich in Fischbeck (Sachsen-Anhalt) ab. Kurz bevor am 09.06.13 gegen Mitternacht der Deich brach, waren unsere Einsatzkräfte an der Feuerwache in Fischbeck eingetroffen und von dort direkt zum Deich geschickt worden – wohin sie aber nicht mehr gelangen sollten. Sie mussten, wie die anderen Helfer auch, sofort umdrehen und vor den einströmenden Wassermassen fliehen. Das Wasser überflutete eine Fläche von rund 10 auf 20 Kilometern, also ca. 200 Quadratkilometern. Auch jetzt fließt es noch immer nur langsam ab, daher ist unsere Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen weiter im Einsatz und stellt unter anderem die Abwasserentsorgung in Klietz sicher. Dort steht die Kanalisation nach wie vor unter Wasser. Außerdem ist unsere 2. Bergungsgruppe damit beschäftigt, lebenswichtiges Futter zu Schweinemastanlagen zu transportieren und so die eingeschlossenen Tiere zu versorgen.

 

Nach dem Rückgang der Wassermassen wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich.
Nach dem Rückgang der Wassermassen wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich.

Das Leid der betroffenen Menschen ist unfassbar und oft wird es erst richtig deutlich, wenn sich das Wasser zurückgezogen hat. Da aber die Berichterstattung mit nachlassender Dramatik der Pegelstände ebenfalls abgeebbt ist, sollen einige Bilder den Ausmaß des Schadens in der Region verdeutlichen. Wir sind froh, den Menschen weiter helfen zu können. Das geschieht auch dank vieler verständnisvoller Familien und Arbeitgeber, die auf die Anwesenheit unserer Helfer zu Hause oder im Betrieb immer noch verzichten müssen.

So wie an vielen anderen Stellen und bei anderen Ortsverbänden auch, reichte an einigen Einsatzorten die Ausstattung, die die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk uns zur Verfügung stellt, nicht aus, um die Katastrophe zu bewältigen. In Zeiten knapper Kassen und aufgrund der besonderen Situation als Bundesbehörde setzt das THW auf die Kooperation seiner Ortsverbände mit anderen öffentlichen und privaten Geldgebern. So sollen auf die örtliche Situation angepasste, flexible neue Einsatzmöglichkeiten geschaffen werden. Diese kommen dann im Katastrophenfalle auch der ganzen Organisation zugute. Während des Hochwassereinsatzes haben wir das erfolgreich praktiziert.

Um den interessierten Leserinnen und Lesern diese speziellen Komponenten der örtlichen Gefahrenabwehr (öGA) vorzustellen, sollen an dieser Stelle in den nächsten Wochen verschiedene Artikel über den Einsatz unserer Zusatzausstattung erscheinen. Vorab können Sie sich im Flyer unseres Helfervereins allgemein über die Besonderheiten unserer zusätzlichen Kapazitäten informieren.

Das THW in Steglitz-Zehlendorf braucht Ihre Unterstützung. Ob als aktiver Helfer (Informationen unter mitmachen@thw-steglitz.de) oder als Förderer unseres Helfervereins. Seien Sie dabei und helfen Sie Helfen.

Katastrophen werden ehrenamtlich bewältigt

IMG_0159Das Hochwasser 2013 klingt langsam ab. Und auch wenn in ganz Deutschland noch Einheiten des THW und anderer Hilfsorganisationen im Einsatz sind, um Wohngebiete vom Wasser zu befreien und Schäden zu beseitigen, können wir langsam aufatmen. Die Flüsse, die über die Ufer getreten sind, haben unfassbare Verwüstung angerichtet. Dennoch ist sicher: Ohne die ehrenamtliche Arbeit von zehntausenden Helfern wäre es noch schlimmer gekommen.

 

Katastrophenbewältigung funktioniert in Deutschland nur, wenn sich Menschen in ihrer Freizeit in den Hilfsorganisationen engagieren. Auch unser Ortsverband hätte nicht helfen können, wenn unsere Helfer nicht viele Dienstabende und Wochenenden für eine gründliche Ausbildung geopfert hätten. Daher gilt ihnen allen an dieser Stelle unser ganz besonderer Dank.

Leider halten sich Katastrophen aber nicht an die freie Zeit im Terminplan der Ehrenamtlichen. Deshalb müssen sie im Einsatzfalle von ihren Arbeitgebern freigestellt werden. Obwohl die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk den weiterhin ausgezahlten Lohn der Arbeitnehmer im Nachhinein ganz übernimmt, sind die Finanzen für die Betriebe und Firmen nur das kleinere Problem. Arbeitnehmer im Katastropheneinsatz fehlen in den Abläufen, die Arbeiten bleiben liegen, Kollegen müssen einspringen. Deshalb sind neben den Freiwilligen und Familien auch ihre Arbeitgeber die wahren Helden. Wir danken ihnen für die Geduld, das Vertrauen und die extra Mühen, die auch sie in den vergangenen Wochen aufzubringen hatten.

Viele Menschen fragen sich angesichts der Fernsehbilder der letzten Wochen, wie sie helfen können. Dazu können wir als Ortsverband nur sagen: Sie sind uns herzlich willkommen. Kommen Sie zum THW hier in Steglitz-Zehlendorf und helfen Sie beim nächsten Mal mit, wenn wieder Menschen in Not sind.  Zur Zeit suchen wir besonders VDE-Elektrofachkräfte aus den Bereichen Elektroinstallation oder Energieversorgung und Kraftfahrer der Klasse CE. Aber auch alle anderen Berufe und Hintergründe sind willkommen, denn beim THW können Sie jede Fähigkeit einbringen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, schreiben Sie uns eine E-Mail an mitmachen@thw-steglitz.de oder schauen Sie einfach bei einem unserer Dienst- und Ausbildungsabende an unserem Standort in Lankwitz vorbei. Bei unseren Stellenanzeigen fürs Ehrenamt können Sie sich informieren, in welchem Bereich wir zur Zeit besonders Fachkräfte suchen. Wir bieten ihnen neben Lohnfortzahlung im Einsatzfalle eine fundierte Ausbildung, die nötige Bekleidung und vor allem viel Abwechslung mit netten Kameradinnen und Kameraden.