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Aufräumarbeiten nach dem Sturm – Im Einsatz mit der Bahn

Am Donnerstag fegte Sturmtief „Paul“ auch über Berlin und Brandenburg. Vielerorts wurden Bäume entwurzelt und umgeworfen. So auch auf einer Bahnstrecke in Brandenburg. Dort wurde der Zugverkehr durch mehrere Bäume auf Schienen und Oberleitungen unterbrochen.

Ab Freitagmorgen waren deshalb fünf Ortsverbände, darunter auch unserer, aus den Geschäftsführerbereichen Frankfurt/Oder und Potsdam gemeinsam mit dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn im Einsatz. Während 27 Helferinnen und Helfer die Bäume mit Kettensägen zerlegten und aus dem Gleisbereich schafften, reparierte parallel ein Spezialzug der Bahn die Oberleitungen. Da Bäume auf einer Strecke von rund drei Kilometern beseitigt werden mussten, dauerte der Einsatz bis in die späte Nacht.

Die Arbeiten des THW koordinierte und führte der Ortsverband Lübben, gemeinsam mit den Ortsverbänden Berlin Tempelhof-Schöneberg, Senftenberg und Herzberg stellte er darüber hinaus genauso wie wir speziell an der Motorkettensäge ausgebildete Einsatzkräfte. Der Ortsverband Herzberg kümmerte sich außerdem um die Versorgung der eingesetzten Helferinnen und Helfer.

Für den Stromausfall vorgesorgt

20160924_125549_thw_ov-stzWas kann das THW leisten, wenn der Strom ausfällt? Bei der Übung von fünf Fachgruppen Elektroversorgung aus dem Länderverband Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt vom 24. bis zum 25. September wurde das nicht nur praktisch geübt und demonstriert. Auch der Austausch von Erfahrungen aus dem Einsatz nahm breiten Raum ein. Zusätzlich wurde geprobt, wie die Spezialkräfte des THW für elektrischen Strom auch in neuen, gemischten Teams zusammenarbeiten.

20160924_143012_thw_ov-stz-2Aus den Ortsverbänden Bad Belzig, Berlin Lichtenberg, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Burg, und Eberswalde waren rund 30 Einsatzkräfte nach Havelberg in Brandenburg gekommen, um dort die eigene Ausbildung zu vertiefen. In der Elektroversorgung sind viele Talente gefragt. Neben handfesten Tätigkeiten wie dem Bau von Verbindungen für beschädigte Stromleitungen wird viel gerechnet, denn beim Umgang mit elektrischem Strom ist nur gut geprüfte Arbeit auch sicher. Die Netzersatzanlagen des THW, von denen zwei für die Übung genutzt wurden, fordern außerdem ein hohes Maß von technischem Verständnis.

20160924_131115_thw_ov-stzAn drei Stationen konnten die Einsatzkräfte daher gleich mehrere verschiedene Fähigkeiten testen und auffrischen. Netzaufbau, Montage von Kabelmuffen, Betrieb verschiedener Arten von Netzersatzanlagen – die Anforderungen waren hoch. Die gestellten Aufgaben wurden aber mit Bravour gemeistert und die Fachgruppen aus den verschiedenen Ortsverbänden konnten zusätzlich Tipps und Tricks austauschen.

20160925_085257_thw_ov-stzWie schnell all diese Kenntnisse notwendig werden könnten, zeigte Heiko Walluschek. Er berichtete von seinem Auslandseinsatz im Jahr 2014 in Slowenien, wo damals Schneemassen und Eisregen weite Teile der Stromversorgung zum Erliegen gebracht hatten. Anhand zahlreicher Fotos wurde deutlich, wie rasch ein Stromausfall erstens eintreten und zweitens das öffentliche Leben stören kann. Damit dann schnell geholfen werden kann, werden die Fachgruppen Elektroversorgung des Landesverbandes auch in Zukunft weiter gemeinsam üben und ausbilden.

Blaues Feuer in Brandenburg

20160917_121005_thw_ov-stzRund 100 Einsatzkräfte des THW aus elf Ortsverbänden, 45 freiwillige Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge. Die Großübung des Geschäftsführerbereiches Potsdam des Technischen Hilfswerks am vergangenen Samstag wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. Beeindruckt waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Potsdam-Mittelmark, der umliegenden Gemeinden und der befreundeten Organisationen, als sie die Vielfalt der rot-blauen Zusammenarbeit in Augenschein nahmen: Von Brandbekämpfung über Wasserförderung bis hin zu Materialtransport mit Booten zeigten das THW und die Feuerwehren an der Schleuse in Kleinmachnow (Brandenburg), wie gut sich die Organisationen ergänzen.

20160916_180745_thw_ov-tesAusgerichtet wurde die Übung von der Geschäftsstelle Potsdam des THW. Und das Szenario war durchaus eine Herausforderung. Nach einer angenommenen langanhaltenden Dürreperiode sei die Waldbrandgefahr in Brandenburg sehr hoch, die Feuerwehr bereits stark ausgelastet. In Kleinmachnow müsse nun durch das THW Wasser aus dem Teltowkanal entnommen werden, um es den Feuerwehrleuten für den Schutz der mehrere hundert Meter entfernten alten Kirche zur Verfügung zu stellen. So sah es jedenfalls die fiktive Lagemeldung vor, mit der der Sachbearbeiter Einsatz, Enrico Löwe, die THW-Kräfte bereits am Freitagabend im Bereitstellungsraum in Berlin-Lankwitz auf die kommende Übung vorbereitet.

20160916_165306_thw_ov-stzDas THW hatte bereits am Tag zuvor die Bergungs- und Fachgruppen aus dem Geschäftsführerbereich auf der Liegenschaft der Ortsverbände Berlin Tempelhof-Schöneberg und Berlin Steglitz-Zehlendorf gesammelt. Neben der günstigen Lage zum Einsatzort wurde so erreicht, dass die Fachgruppe Logistik aus Brandenburg an der Havel eine ihrer Kernkompetenzen demonstrieren und üben konnte – das Aufbauen und Betreiben solcher Sammelräume für große Anzahlen von Einsatzkräften, in diesem Falle rund 100.

20160917_093100_thw_gfb-potFür Gäste und Einsatzkräfte hielt die Übung am Samstag dann, neben dem Einsatz von Pumpen und anderem Großgerät, ein weiteres Highlight bereit. Die Übungsleitung hatte eine zusätzliche Schwierigkeit eingebaut, um die modulare Arbeitsweise des THW mit seinen verschiedenen Fachgruppen zu demonstrieren. Ein Teil der für den Transport des Löschwassers notwendigen Rohre lag im rund 10 Kilometer von der Schleuse Kleinmachnow entfernten Lichterfelder Hafen in Berlin. Für ihren Transport kamen die Spezialistinnen und Spezialisten der Fachgruppen Wassergefahren aus den Ortsverbänden Gransee und Potsdam zum Einsatz. Mit ihren Mehrzweckarbeitsbooten (MZAB) transportierten sie die Rohre auf dem kürzesten Weg, dem Teltowkanal, an die Einsatzstelle und legten pünktlich zum Rundgang der Gäste an der Kaimauer vor der Schleuse an.

20160917_112657_thw_ov-stzAm Ende der Übung zeigten sich die Beteiligten zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Vom THW waren mehrere Bergungsgruppen, Zugtrupps sowie Fachgruppen Infrastruktur, Logistik Verpflegung, Logistik Materialerhaltung, Räumen, Wasserschaden/Pumpen und Wassergefahren im Einsatz. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde so Zusammenarbeit auf vielen Ebenen trainiert und demonstriert. Dabei wurde erneut deutlich, wie sehr die verschiedenen Kompetenzen der beiden Bevölkerungsschutz-Organisationen im Ernstfall ineinander greifen.

Flüchtlingsarbeit

Fotos: THW/Oliver Scheele/Jan Holste

Flüchtlingsarbeit: Sanitärcontainer für Bayern aus Berlin

20151001_122036_thw_ov-stzWegen der anhaltend hohen Zahlen von Flüchtlingen richtet der Bund zurzeit sogenannte Wartebereiche für bis zu 5.000 Flüchtlinge in Bayern ein. Dort können diese kurzfristig, bis zur Weiterverteilung auf die Erstaufnahmeeinrichtungen der Länder, untergebracht werden – auch mit Hilfe der Berliner und Brandenburger THW-Ortsverbände. Am Freitag lieferten diese 12 Sanitärcontainer für eine Einrichtung in Erding bei München.

20151001_124400_thw_ov-stzIn einem eng getakteten Zeitplan wurden die Container am Donnerstag auf insgesamt 12 Anhänger geladen. Mit dabei waren ein Zugfahrzeug der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sowie eine Lafette unseres Ortsverbandes. Wegen der beengten Verhältnisse auf einem kleinen Gewerbehof kam dabei auch ein Kran des THW zum Einsatz. Für den reibungslosen Ablauf sorgten Kameradinnen und Kameraden aus dem Ortsverband Neukölln.

IMG_0304Am Freitag starteten insgesamt 12 Zugfahrzeuge und ebenso viele Anhänger aus Berlin und Brandenburg die Reise nach Erding. Im Warteraum dort, der sich noch im Aufbau befindet, wurden sie dann am Samstag entladen und trugen so mit dem Transport dazu bei, den zukünftigen Betrieb der Einrichtung sicherzustellen.