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Niedlicher Patient – Eichhörnchen gerettet

Gestern hatten wir einen ganz besonders niedlichen Gast. Unsere Einsatzkräfte waren trotz aller Sorge um den kleinen Kerl ganz entzückt. Er wurde von einem freundlichen Berliner in einem Park gefunden und an uns übergeben – völlig entkräftet.

Im Rahmen der Feuerwehrbereitschaft kümmern wir uns immer wieder im Auftrag der Berliner Feuerwehr um die Sorgen kleiner und großer Berlinerinnen und Berliner. Und das schließt selbstverständlich auch Eichhörnchen ein. Das Kleine ist jetzt in der Tierklinik Düppel, wo man sich sich sicher rührend um es kümmert.

Wir danken dem ausrichtenden Ortsverband Berlin Spandau für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf’s nächste Mal. Wir hoffen, dass es dann keine tierischen Notfälle gibt. Wenn doch – wir helfen gern.

Es knistert! – Helfer unter Spannung

Um die Versorgung großer Städte und Industrien mit elektrischer Energie sicherzustellen, sind hohe Leistungen und dementsprechende Infrastruktur erforderlich – so war es nicht verwunderlich, dass bei der Besichtigung des Umspannwerks Neuenhagen bei Berlin am Samstag, den 25.03.2017 schnell der Funke auf die anwesenden Helfer des Technischen Hilfswerks übersprang.

Neben Angehörigen der Fachgruppen Elektroversorgung der Ortsverbände Steglitz-Zehlendorf, Berlin-Lichtenberg und Eberswalde nutzten auch einige Helfer anderer Fachgruppen aus dem Ortsverband Charlottenburg-Wilmersdorf die Gelegenheit, sich über das ostdeutsche und gesamteuropäische Höchstspannungsnetz und die technischen Besonderheiten der unterschiedlichen Netz- und Leitungsformen zu informieren.

In der ehemaligen Schaltzentrale des Umspannwerks wurden die Ab- und Zuschaltprozesse bei variierenden Stromnetzauslastungen oder unvor-hergesehenen Störungen erläutert. Die bei einer Präsentation vorge-stellten und mit 110 kV, 220 kV oder 380 kV und 2000 bis 8000 Ampere betriebenen Leitungstypen konnten bei der anschließenden Anlagen-begehung anhand der Isolatoren und anderer Bestandteile von den Teilnehmern korrekt zugeordnet werden. Aber auch alternative Kabeltypen wie wassergekühlte Ölleitungen oder moderne Batterietechnik durften bestaunt werden.

Erkenntnisreich waren zudem die Berichte über den Wartungs- und Instandsetzungsbetrieb an den Freileitungen selbst. Phänomene wie den Spannungstrichter kennt jeder THW-Helfer seit der Grundausbildung, doch die versteckten Risiken durch elektrische wie mechanische Energien beim Umgang mit teilzerstörten Masten und eine Aufschlüsselung der geltenden Sicherheitsabstände im Normalbetrieb gehörten zu den merkenswerten Eindrücken des informationsgeladenen Tages.

Die von den Ortsverbänden Charlottenburg-Wilmersdorf und Eberswalde organisierte Besichtigung wurde durch einen beim zugehörigen Übertragungsnetzbetreiber arbeitenden Fachhelfer ermöglicht. Fruchtbare Beziehungen und Erlebnisse wie diese sind es, die das Ehrenamt beim Technisches Hilfswerk nachhaltig prägen und beiderseits positiv beeinflussen können. Für die Erfahrungen des Tages möchten wir uns herzlich bei Herrn Siedorf, Leiter des 50Hertz Regionalzentrums Mitte, bedanken.

Erste Sprechfunkausbildung des Jahres

Eine Premiere in unserem Ortsverband: Am Wochenende wurde erstmals eine Sprechfunk-ausbildung des Geschäftsführer-bereiches Potsdam nach einem völlig überarbeiteten Konzept abgehalten.  Seit Anfang des Jahres steht nämlich fest: In Zukunft sollen alle Einsatzkräfte des THW bundesweit eine solche Ausbildung absolvieren. Früher war das nur für bestimmte Aufgaben vorgesehen. Durch die neue Situation wird es also in Zukunft auch in unserer Region mehr Ausbildungswochenenden dieser Art geben.

An zwei Tagen standen standen theoretische und praktische Themen auf dem Programm. So lernten die Einsatzkräfte unter anderem die richtige Sprache, den Umgang mit den Geräten und die Grundlagen des analogen und digitalen Funks. Am Sonntag konnten die Kenntnisse dann unter Beweis gestellt werden. Bei einer mehrstündigen Übung galt es, per Funk übermittelte Punkte auf Karten zu finden. Anschließend mussten diese Koordinaten dann auch mit dem Fahrzeug aufgespürt werden. So konnten neben den Funk- auch die Navigationskenntnisse vertieft werden.

Unsere Ausbildungen vermitteln mehr als nur Fachkenntnisse für die ehrenamtliche Arbeit im THW. Vieles ist auch im Alltag nützlich. Haben Sie Lust, sich bei uns zu engagieren? Schreiben Sie uns für unverbindliche Informationen einfach eine E-Mail.

Wohin soll’s gehen? – Orientierungsübung mit den Johannitern

img_3662Der nächste Punkt liegt irgendwo in einem kleinen Ort in Brandenburg. Per Funk erhält die Besatzung des Krankenwagens die Koordinate. Dann gilt es den richtigen Ort zu suchen und dorthin zu fahren. Wie bei einer Schnitzeljagd sind insgesamt fünf Fahrzeuge unterwegs, um nacheinander mehrere Punkte auf ihrer Karte zu fahren – erst wenn sie eine Station geschafft haben, gibt es die nächsten Anweisungen. Übermittelt werden dabei nur sogenannte UTM-Koordinaten, keine weiteren Anweisungen.

img_3670Was wie ein Spiel klingt, ist das Konzept für eine Orientierungsübung, die unser Ortsverband am vergangenen Wochenende für die Johanniter-Unfall-Hilfe Berlin-Süd geplant hatte. Mit zwei Ausbildern brachten wir den Kameradinnen und Kameraden das Navigieren mit Karte und Koordinate näher – ganz ohne Smartphone und Navigationsgerät, ausgestattet nur mit einem Fahrzeug, einem Funkgerät, mehreren Karten und Messschablonen. Denn Einheiten im Bevölkerungsschutz müssen auch dann schnell und sicher an ihren Bestimmungsort, wenn moderne Mittel mal nicht funktionieren oder, etwa auf freiem Feld oder am Deich, eine Navigation mit Straße und Hausnummer gar nicht möglich ist.

img_3688Beim THW ist dies Inhalt der Sprechfunkausbildung. Deshalb haben wir uns gefreut, unser Wissen an die Helferinnen und Helfer der Sanitätsorganisation weitergeben zu können. Die Übung ist teil einer langfristigen Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände im Berliner Südwesten. Bisher konnten THW-Kräfte sich unter anderem bei Sanitätsdiensten weiterbilden, während wir für die Johanniter Übungen und Weiterbildungen in unseren Kernkompetenzen ausrichteten. So lernen beide Organisationen von den Kenntnissen der jeweils anderen.

Bis an die Grenzen des Machbaren – Fahrtraining mit der Bundeswehr

20161113_101459_thw_ov-tesErst Minusgrade und strenger Frost, dann Nebel, später steile Sandhügel und schwierige Hindernisse – Die Weiterbildung am Wochenende machte es den Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern nicht leicht. Doch genau darum ging es bei dieser, von der Bundeswehr ermöglichten, Ausbildung: Die eigenen Grenzen und die des Materials kennenzulernen und so die Selbsteinschätzung zu verbessern.

20161112_122810_thw_ov-stzIm Zuge der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) hatte die 7. Kompanie des Sanitätsregiments 1 aus Berlin-Kladow die Ortsverbände des THW-Geschäftsführerbereiches Potsdam auf den Standortübungsplatz Döberitzer Heide eingeladen, um dort die eigenen Fähigkeiten und die der Fahrzeuge auszutesten. Ziel war es, bewusst nicht alltägliche Fahraufgaben in einem schwierigen Gelände zu meistern. Denn dort, wo das THW im Einsatz ist, ist nur selten mit komfortablen Straßenbedingungen zu rechnen.

20161112_144728_thw_ov-stzDie Einsatzkräfte des THW hatten verschiedenste Aufgaben zu bewältigen. Das begann bereits in den ersten Minuten der zweitägigen Ausbildung, denn rund 10 Fahrzeuge fuhren in einer Marschkolonne zunächst bis in die Kaserne des Sanitätsregiments. Dort trafen sie nicht nur auf weitere LKW des THW, sondern
auch auf vier Spezialfahrzeuge der Bundeswehr. Nach kurzer Einweisung ging es gemeinsam und in einer noch größeren Kolonne auf den Standortübungsplatz.

20161112_142454_thw_ov-stz-2Schon die gemeinsame Rundfahrt über unebene Pisten und steile Hänge mit fast 20 Fahrzeugen in einer ordentlichen Perlenschnur war eine Herausforderung. Noch kniffliger wurde es bei den daraufhin einzeln zu absolvierenden Stationen, die
Ausbilder des THW und der Bundeswehr gemeinsam vorbereitet hatte. Vom richtigen Queren einer Bahnschiene ohne Bahnübergang über das Anfahren an sandigen Bergen bis zur Bewältigung extremer Steigungen hielten Platz und Team vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben bereit.

20161113_131437_thw_ov-tesDurch die hervorragenden Ausbildungsbedingungen auf dem weiträumigen Gelände der Bundeswehr und die gute fachliche Vorbereitung durch das Ausbildungsteam konnten alle Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer an den zwei Tagen ihre eigenen
Fähigkeiten erweitern. Das wäre ohne die Zivil-Militärische Zusammenarbeit nicht möglich gewesen, da nur die Bundeswehr über die Erfahrung und vor allem die Gelände verfügt, um das Kraftfahren unter extremen Bedingungen auszubilden.