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Action, Technik, Ehrungen – Tag der offenen Tür 2017

Strahlende Gesichter

Strahlende Gesichter – das war das bestimmende Bild des diesjährigen Tages der offenen Tür auf unserem Gelände in Berlin-Lankwitz. Gründe dafür gab es viele. Kleine und große Gäste freuten sich über die Mitmachaktionen und die Technik zum Anfassen, Einsatzkräfte des THW über den zahlreichen und hohen Besuch und zwei langjährige Helfer über die zweithöchste Auszeichnung des THW.

Albrecht Broemme, Michael Bödde, Cerstin Richter-Kotowski, Michael Mathews, Dr. Ute Finckh-Krämer, Hedwig Karkut (v.l.n.r.)

Nachdem die Ortsbeauftragte Hedwig Karkut den Tag der offenen Tür eröffnet und unsere Schirmherrin, Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski, in ihrer Rede das Bedeutung des Ehrenamtes gewürdigt hatte, brachte THW-Präsident Albrecht Broemme während seiner Ansprache noch ein ganz besonderes Geschenk mit. Er bat Michael Bödde und Michael Mathews auf die Bühne. „Die beiden Michas“ sind seit Jahrzehnten absolute Leistungsträger. Gemeinsam prägten und prägen sie, heute stellvertretender Ortsbeauftragter und Gruppenführer der Bergungsgruppe 2, die Arbeit in unserem Ortsverband. Folgerichtig erhielten sie gemeinsam das THW-Ehrenzeichen in Silber, die zweithöchste Auszeichnung, die die Bundesanstalt zu vergeben hat.

Schwebten vom Übungsturm: Die Rettungshunde der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Auch sonst boten Bühne und Umgebung viel zum Staunen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe seilte gemeinsam mit unserer Höhenrettung Vierbeiner ihrer Hundestaffel vom Übungsturm ab, die Feuerwehr Blankenfelde demonstrierte die verheerenden Folgen einer Fettexplosion und die Bundeswehr stellte ihren gepanzerten Rettungswagen „Eagle“ vor. Unsere verschiedenen Bergungs- und Fachgruppen demonstrierten ihr Können, Kinder und Jugendliche hatten auf der GKW-Rutsche, an der Spielstraße der THW-Jugend und beim Kistenklettern sichtlich Spaß.

Dr. Ina Czyborra, MdA, und Dr. Ute Finckh-Krämer, MdB, im Gespräch mit THW-Präsident Albrecht Broemme.

Besonders freute uns, dass wir eine hohe Zahl von Ehrengästen begrüßen konnten. Neben der Bezirksbürgermeisterin kam das Mitglied des Bundestages Dr. Ute Finckh-Krämer, die Mitglieder des Abgeordnetenhauses Dr. Ina Czyborra und Sebastian Czaja sowie viele weitere Gäste aus Politik, Partnerorganisationen und Nachbarschaft. Beim Rundgang über das Gelände erfuhren sie nicht nur viel über die Arbeit des THW, sondern lernten auch Kooperationspartner und unseren Hofimker kennen.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Gästen, allen helfenden Händen, unseren Partnerinnen und Partnern und insbesondere bei den Kameradinnen und Kameraden der THW-Ortsverbände Bad Belzig, Gransee und Berlin Tempelhof-Schöneberg für die Unterstützung. Es war ein toller Tag der offenen Tür, den wir gerne wiederholen werden.

Fotos: THW/Juliane Schwartz

Tag der offenen Tür 2017

Am 8. Juli 2017 fand auf unserem Gelände in Lankwitz wieder der traditionelle Tag der offenen Tür statt. Wir haben die Eindrücke des Tages gesammelt.

 

Fotos:

THW/Juliane Schwartz (js)

THW/Oliver Scheele (os)

Aufräumarbeiten nach dem Sturm – Im Einsatz mit der Bahn

Am Donnerstag fegte Sturmtief „Paul“ auch über Berlin und Brandenburg. Vielerorts wurden Bäume entwurzelt und umgeworfen. So auch auf einer Bahnstrecke in Brandenburg. Dort wurde der Zugverkehr durch mehrere Bäume auf Schienen und Oberleitungen unterbrochen.

Ab Freitagmorgen waren deshalb fünf Ortsverbände, darunter auch unserer, aus den Geschäftsführerbereichen Frankfurt/Oder und Potsdam gemeinsam mit dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn im Einsatz. Während 27 Helferinnen und Helfer die Bäume mit Kettensägen zerlegten und aus dem Gleisbereich schafften, reparierte parallel ein Spezialzug der Bahn die Oberleitungen. Da Bäume auf einer Strecke von rund drei Kilometern beseitigt werden mussten, dauerte der Einsatz bis in die späte Nacht.

Die Arbeiten des THW koordinierte und führte der Ortsverband Lübben, gemeinsam mit den Ortsverbänden Berlin Tempelhof-Schöneberg, Senftenberg und Herzberg stellte er darüber hinaus genauso wie wir speziell an der Motorkettensäge ausgebildete Einsatzkräfte. Der Ortsverband Herzberg kümmerte sich außerdem um die Versorgung der eingesetzten Helferinnen und Helfer.

Niedlicher Patient – Eichhörnchen gerettet

Gestern hatten wir einen ganz besonders niedlichen Gast. Unsere Einsatzkräfte waren trotz aller Sorge um den kleinen Kerl ganz entzückt. Er wurde von einem freundlichen Berliner in einem Park gefunden und an uns übergeben – völlig entkräftet.

Im Rahmen der Feuerwehrbereitschaft kümmern wir uns immer wieder im Auftrag der Berliner Feuerwehr um die Sorgen kleiner und großer Berlinerinnen und Berliner. Und das schließt selbstverständlich auch Eichhörnchen ein. Das Kleine ist jetzt in der Tierklinik Düppel, wo man sich sich sicher rührend um es kümmert.

Wir danken dem ausrichtenden Ortsverband Berlin Spandau für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf’s nächste Mal. Wir hoffen, dass es dann keine tierischen Notfälle gibt. Wenn doch – wir helfen gern.

Es knistert! – Helfer unter Spannung

Um die Versorgung großer Städte und Industrien mit elektrischer Energie sicherzustellen, sind hohe Leistungen und dementsprechende Infrastruktur erforderlich – so war es nicht verwunderlich, dass bei der Besichtigung des Umspannwerks Neuenhagen bei Berlin am Samstag, den 25.03.2017 schnell der Funke auf die anwesenden Helfer des Technischen Hilfswerks übersprang.

Neben Angehörigen der Fachgruppen Elektroversorgung der Ortsverbände Steglitz-Zehlendorf, Berlin-Lichtenberg und Eberswalde nutzten auch einige Helfer anderer Fachgruppen aus dem Ortsverband Charlottenburg-Wilmersdorf die Gelegenheit, sich über das ostdeutsche und gesamteuropäische Höchstspannungsnetz und die technischen Besonderheiten der unterschiedlichen Netz- und Leitungsformen zu informieren.

In der ehemaligen Schaltzentrale des Umspannwerks wurden die Ab- und Zuschaltprozesse bei variierenden Stromnetzauslastungen oder unvor-hergesehenen Störungen erläutert. Die bei einer Präsentation vorge-stellten und mit 110 kV, 220 kV oder 380 kV und 2000 bis 8000 Ampere betriebenen Leitungstypen konnten bei der anschließenden Anlagen-begehung anhand der Isolatoren und anderer Bestandteile von den Teilnehmern korrekt zugeordnet werden. Aber auch alternative Kabeltypen wie wassergekühlte Ölleitungen oder moderne Batterietechnik durften bestaunt werden.

Erkenntnisreich waren zudem die Berichte über den Wartungs- und Instandsetzungsbetrieb an den Freileitungen selbst. Phänomene wie den Spannungstrichter kennt jeder THW-Helfer seit der Grundausbildung, doch die versteckten Risiken durch elektrische wie mechanische Energien beim Umgang mit teilzerstörten Masten und eine Aufschlüsselung der geltenden Sicherheitsabstände im Normalbetrieb gehörten zu den merkenswerten Eindrücken des informationsgeladenen Tages.

Die von den Ortsverbänden Charlottenburg-Wilmersdorf und Eberswalde organisierte Besichtigung wurde durch einen beim zugehörigen Übertragungsnetzbetreiber arbeitenden Fachhelfer ermöglicht. Fruchtbare Beziehungen und Erlebnisse wie diese sind es, die das Ehrenamt beim Technisches Hilfswerk nachhaltig prägen und beiderseits positiv beeinflussen können. Für die Erfahrungen des Tages möchten wir uns herzlich bei Herrn Siedorf, Leiter des 50Hertz Regionalzentrums Mitte, bedanken.