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Jahresunterweisung für Motorsägenführer

Regelmäßige Übungen und Fortbildungen nehmen einen wichtigen Teil der umfangreich Ausbildung im THW ein. Daher fand am 17. und 18. Februar auf unserem Übungsgelände wieder eine Jahresunterweisung für Motorsägenführer statt.

Insgesamt nahmen 17 Helfer aus 3 Ortsverbänden teil. Unter der fachkundigen Anleitung der Ausbilder wurde das Zuschneiden und Ablängen von Bau- und Rüstholz trainiert sowie die Herstellung von Keilen geübt.

Die im THW ausgebildeten Motorsägenführer sind für das fachgerechte Fällen von Bäumen und Motorsägearbeiten auch im Bergungseinsatz zuständig.

Um sicheres Arbeiten zu gewährleisten  und immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein, werden  jährliche Sicherheitsbelehrungen und Wiederholungsübungen durchgeführt. Dies Mal bestand der Schwerpunkt in der Herstellung von Fällkerbanlagen. Aber auch Pflege und Wartung der Kettensägen nehmen einen wichtigen Teil der Ausbildung in Anspruch.

Haben Sie Fragen zur Ausbildung im THW? Interessieren Sie sich auch für ein ehrenamtliches Engagement und möchten durch unsere Ausbildung mehr über Technik und Bevölkerungsschutz lernen? Schreiben Sie uns einfach an mitmachen@thw-steglitz.de

Wohin soll’s gehen? – Orientierungsübung mit den Johannitern

img_3662Der nächste Punkt liegt irgendwo in einem kleinen Ort in Brandenburg. Per Funk erhält die Besatzung des Krankenwagens die Koordinate. Dann gilt es den richtigen Ort zu suchen und dorthin zu fahren. Wie bei einer Schnitzeljagd sind insgesamt fünf Fahrzeuge unterwegs, um nacheinander mehrere Punkte auf ihrer Karte zu fahren – erst wenn sie eine Station geschafft haben, gibt es die nächsten Anweisungen. Übermittelt werden dabei nur sogenannte UTM-Koordinaten, keine weiteren Anweisungen.

img_3670Was wie ein Spiel klingt, ist das Konzept für eine Orientierungsübung, die unser Ortsverband am vergangenen Wochenende für die Johanniter-Unfall-Hilfe Berlin-Süd geplant hatte. Mit zwei Ausbildern brachten wir den Kameradinnen und Kameraden das Navigieren mit Karte und Koordinate näher – ganz ohne Smartphone und Navigationsgerät, ausgestattet nur mit einem Fahrzeug, einem Funkgerät, mehreren Karten und Messschablonen. Denn Einheiten im Bevölkerungsschutz müssen auch dann schnell und sicher an ihren Bestimmungsort, wenn moderne Mittel mal nicht funktionieren oder, etwa auf freiem Feld oder am Deich, eine Navigation mit Straße und Hausnummer gar nicht möglich ist.

img_3688Beim THW ist dies Inhalt der Sprechfunkausbildung. Deshalb haben wir uns gefreut, unser Wissen an die Helferinnen und Helfer der Sanitätsorganisation weitergeben zu können. Die Übung ist teil einer langfristigen Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände im Berliner Südwesten. Bisher konnten THW-Kräfte sich unter anderem bei Sanitätsdiensten weiterbilden, während wir für die Johanniter Übungen und Weiterbildungen in unseren Kernkompetenzen ausrichteten. So lernen beide Organisationen von den Kenntnissen der jeweils anderen.

Für den Stromausfall vorgesorgt

20160924_125549_thw_ov-stzWas kann das THW leisten, wenn der Strom ausfällt? Bei der Übung von fünf Fachgruppen Elektroversorgung aus dem Länderverband Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt vom 24. bis zum 25. September wurde das nicht nur praktisch geübt und demonstriert. Auch der Austausch von Erfahrungen aus dem Einsatz nahm breiten Raum ein. Zusätzlich wurde geprobt, wie die Spezialkräfte des THW für elektrischen Strom auch in neuen, gemischten Teams zusammenarbeiten.

20160924_143012_thw_ov-stz-2Aus den Ortsverbänden Bad Belzig, Berlin Lichtenberg, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Burg, und Eberswalde waren rund 30 Einsatzkräfte nach Havelberg in Brandenburg gekommen, um dort die eigene Ausbildung zu vertiefen. In der Elektroversorgung sind viele Talente gefragt. Neben handfesten Tätigkeiten wie dem Bau von Verbindungen für beschädigte Stromleitungen wird viel gerechnet, denn beim Umgang mit elektrischem Strom ist nur gut geprüfte Arbeit auch sicher. Die Netzersatzanlagen des THW, von denen zwei für die Übung genutzt wurden, fordern außerdem ein hohes Maß von technischem Verständnis.

20160924_131115_thw_ov-stzAn drei Stationen konnten die Einsatzkräfte daher gleich mehrere verschiedene Fähigkeiten testen und auffrischen. Netzaufbau, Montage von Kabelmuffen, Betrieb verschiedener Arten von Netzersatzanlagen – die Anforderungen waren hoch. Die gestellten Aufgaben wurden aber mit Bravour gemeistert und die Fachgruppen aus den verschiedenen Ortsverbänden konnten zusätzlich Tipps und Tricks austauschen.

20160925_085257_thw_ov-stzWie schnell all diese Kenntnisse notwendig werden könnten, zeigte Heiko Walluschek. Er berichtete von seinem Auslandseinsatz im Jahr 2014 in Slowenien, wo damals Schneemassen und Eisregen weite Teile der Stromversorgung zum Erliegen gebracht hatten. Anhand zahlreicher Fotos wurde deutlich, wie rasch ein Stromausfall erstens eintreten und zweitens das öffentliche Leben stören kann. Damit dann schnell geholfen werden kann, werden die Fachgruppen Elektroversorgung des Landesverbandes auch in Zukunft weiter gemeinsam üben und ausbilden.

Blaues Feuer in Brandenburg

20160917_121005_thw_ov-stzRund 100 Einsatzkräfte des THW aus elf Ortsverbänden, 45 freiwillige Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge. Die Großübung des Geschäftsführerbereiches Potsdam des Technischen Hilfswerks am vergangenen Samstag wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. Beeindruckt waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Kreises Potsdam-Mittelmark, der umliegenden Gemeinden und der befreundeten Organisationen, als sie die Vielfalt der rot-blauen Zusammenarbeit in Augenschein nahmen: Von Brandbekämpfung über Wasserförderung bis hin zu Materialtransport mit Booten zeigten das THW und die Feuerwehren an der Schleuse in Kleinmachnow (Brandenburg), wie gut sich die Organisationen ergänzen.

20160916_180745_thw_ov-tesAusgerichtet wurde die Übung von der Geschäftsstelle Potsdam des THW. Und das Szenario war durchaus eine Herausforderung. Nach einer angenommenen langanhaltenden Dürreperiode sei die Waldbrandgefahr in Brandenburg sehr hoch, die Feuerwehr bereits stark ausgelastet. In Kleinmachnow müsse nun durch das THW Wasser aus dem Teltowkanal entnommen werden, um es den Feuerwehrleuten für den Schutz der mehrere hundert Meter entfernten alten Kirche zur Verfügung zu stellen. So sah es jedenfalls die fiktive Lagemeldung vor, mit der der Sachbearbeiter Einsatz, Enrico Löwe, die THW-Kräfte bereits am Freitagabend im Bereitstellungsraum in Berlin-Lankwitz auf die kommende Übung vorbereitet.

20160916_165306_thw_ov-stzDas THW hatte bereits am Tag zuvor die Bergungs- und Fachgruppen aus dem Geschäftsführerbereich auf der Liegenschaft der Ortsverbände Berlin Tempelhof-Schöneberg und Berlin Steglitz-Zehlendorf gesammelt. Neben der günstigen Lage zum Einsatzort wurde so erreicht, dass die Fachgruppe Logistik aus Brandenburg an der Havel eine ihrer Kernkompetenzen demonstrieren und üben konnte – das Aufbauen und Betreiben solcher Sammelräume für große Anzahlen von Einsatzkräften, in diesem Falle rund 100.

20160917_093100_thw_gfb-potFür Gäste und Einsatzkräfte hielt die Übung am Samstag dann, neben dem Einsatz von Pumpen und anderem Großgerät, ein weiteres Highlight bereit. Die Übungsleitung hatte eine zusätzliche Schwierigkeit eingebaut, um die modulare Arbeitsweise des THW mit seinen verschiedenen Fachgruppen zu demonstrieren. Ein Teil der für den Transport des Löschwassers notwendigen Rohre lag im rund 10 Kilometer von der Schleuse Kleinmachnow entfernten Lichterfelder Hafen in Berlin. Für ihren Transport kamen die Spezialistinnen und Spezialisten der Fachgruppen Wassergefahren aus den Ortsverbänden Gransee und Potsdam zum Einsatz. Mit ihren Mehrzweckarbeitsbooten (MZAB) transportierten sie die Rohre auf dem kürzesten Weg, dem Teltowkanal, an die Einsatzstelle und legten pünktlich zum Rundgang der Gäste an der Kaimauer vor der Schleuse an.

20160917_112657_thw_ov-stzAm Ende der Übung zeigten sich die Beteiligten zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Vom THW waren mehrere Bergungsgruppen, Zugtrupps sowie Fachgruppen Infrastruktur, Logistik Verpflegung, Logistik Materialerhaltung, Räumen, Wasserschaden/Pumpen und Wassergefahren im Einsatz. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde so Zusammenarbeit auf vielen Ebenen trainiert und demonstriert. Dabei wurde erneut deutlich, wie sehr die verschiedenen Kompetenzen der beiden Bevölkerungsschutz-Organisationen im Ernstfall ineinander greifen.

Übung: Hochwasserbekämpfung vor historischer Kulisse

IMG_9860Hochwasser gibt es zum Glück nicht oft – wenn sie aber kommen, dann muss ihre Bekämpfung reibungslos funktionieren. Das bedeutet auch, dass die großen Pumpen, mit denen das Wasser weggeschafft werden kann, funktionieren müssen. Damit das immer sichergestellt ist, werden die Geräte oft getestet. Deshalb übte unsere auf Hochwasserbekämpfung spezialisierte Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen jetzt an der Schleuse Kleinmachnow.

IMG_9901Mit freundlicher Genehmigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes wurde der ganze Technikfuhrpark auf Herz und Nieren getestet. Dabei kam nicht nur die sogenannte Börger-Pumpe zum Einsatz, die auf einem Anhänger mitgebracht wird und bis zu 5.000 Liter Wasser in der Minute bewegen kann. Auch viele  weitere kleinere und größere Maschinen brachten die Einsatzkräfte ans und ins Wasser. Dabei konnten  Wasserspiele beobachtet werden, die allerdings nur ein  schöner Nebeneffekt der Arbeiten sind.

IMG_9863Wir konnten feststellen: Nicht nur unsere Technik, sondern auch die Zusammenarbeit unserer Helferinnen und Helfer klappt hervorragend. Wenn das nächste Hochwasser kommt, was hoffentlich noch lange dauern wird, sind wir gerüstet.

Haben Sie auch Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in dieser oder einer anderen unserer Gruppen? Bei uns kann sich Jede und Jeder einbringen. Schreiben Sie uns an mitmachen@thw-steglitz.de.