Historisches

Nachfolgend ein historischer Abriss aus vielen bewegten Jahren des THW Steglitz.
Leider ist der Text noch nicht ganz auf dem neusten Stand. Unser Ortsbeauftragter ist aber bereits an der Ausarbeitung einer neuen und aktuellen Fassung.

Nicht unbedingt verbürgte Entwicklung der Ortsverbände Steglitz und Zehlendorf

Der Bezirksverband Steglitz wurde am 27. Juli 1952 im Rathaus Friedenau zusammen mit dem Bezirksverband Schöneberg gegründet.

Die erste Zeit des Dienstbetriebs fanden in verschiedenen Schulen der Bezirke statt, bis sich dann auf dem Lagerplatz der Baufirma ALISCH, der Inhaber war auch Helfer in Steglitz, in der Bismarckstr. ein „ eigenes Gelände “ zur Verfügung stand.

Am 1.3. 1953 wurde dann auch der Bezirksverband Zehlendorf in der Clay Allee 282-285 gegründet .Nebenbei, es wurden in diesem Jahr auch erst noch Neukölln, Wedding und Spandau- Siemensstadt gegründet.

Schon wenige Monate später erfolgte ein Umzug der Zehlendorfer in die wenige hundert Meter entfernte Autowerkstatt in der Werderstr. Der Werkstattbetreiber Herr Sigmund war auch der Ortsbeauftragte für Zehlendorf. Hier soll dann auch etwas später der BV Steglitz mit eingezogen sein.

Dann erfolgte 1955 der Umzug in die Wulffstrasse 7. Seit der Anfangszeit in der Werderstrasse bestand eine Zusammenarbeit mit den Steglitzern, die aber durch persönliche Differenzen in der Art der Führung, insbesondere des Ausbildungsleiters, eine Trennung erfolgen ließ. Damit war die bis heute gültige Trennung durch den Aufbau der jeweils eigenen Führung, man blieb zwar unter einem Dach, aber es waren eben zwei getrennte Ortsverbände, erfolgt.

Dort gab es nur eine kurze Verweildauer, da diese Räume von der Berliner Polizei für das Polizeirevier 191 und die US – MP benötigt wurden. Das DRK Steglitz war wohl auch noch in dem Hause untergebracht.

Und so ging es schon 1958 weiter in die Feuerwerker- und Pionierkaserne am Gardeschützenweg. Hier erfolgte innerhalb des Geländes ein weiterer Umzug in den alten Pferdestall, da die US – Militärverwaltung das bisherige Gebäude beschlagnahmte. Aber auch hier musste das THW dann zu Gunsten der Polizei das Gelände räumen.

1960 / 1961 ging dann zuerst der BV- Zehlendorf zum Schweizer Hof am Teltower Damm, dem dann auch der BV Steglitz wohl erst ende 1961, nach einem nochmaligen Umzug innerhalb des Gardeschützenwegs, folgen müsste, um dann gemeinsam im Sommer 1963 auch dort Platz für den Neubau der heutigen John F. Kennedy Schule zu machen.

Mit viel Mühe gelang es unserem Kameraden Schönrock dem LV Haushaltsbeamten die bundeseigene Liegenschaft Gallwitzallee 123 als geeignet näher zu bringen.

Was nach langen Diskussionen dann ja auch gelang.

Und so zogen die beiden Bezirksverbände, der Geschäftsführer sowie die neu aufgemachte THW LV-Werkstatt in die aufgegebenen Räume des Bäckereizentraleinkaufs der früheren Flak- Kasernenanlage Gallwitzallee, hinter das Krankenhaus und Kloster Maria Trost, um.

Der Chronist aus Zehlendorf bemerkt hier, dass durch die ständigen Umzüge, insbesondere nun hier nach Steglitz / Lankwitz, ein erheblicher Teil der Helfer dies nicht mehr mitmachen wollten und fort blieb. Der Helfernachwuchs auch kaum noch aus dem Bezirk Zehlendorf stammte, obwohl viele, auch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten erfolgten, so z.B. im Don Bosco Heim, Feste an der Rehwiese, Unterstützung des Kriegsblindenvereins am kleinen Wannsee sowie die Straßenfeste rund um das Rathaus Zehlendorf .

Durch die Verknüpfung der LV- Werkstatt und der dortigen LV- Garagen hatten wir auch zur Ausbildung ständigen Zugriff auf die wenigen für Berlin vorhandenen Einsatzfahrzeuge.

Auf dem sehr großzügigen Gelände entstand 1965 der LV-Übungsplatz mit Trümmerspinne und Übungsturm und Hebel- Heberbahn, Klagemauer und Trümmerhaus.

Durch die neuen Aufgabenstellungen für das THW im KatS wurden mitte der 70 ‚ger die Fachdienste Bergung, Instandsetzung und Versorgung neu aufgebaut.

Somit sollten jetzt in Lankwitz 4 Züge- jeweils ein B und ein I- Zug- für Steglitz und Zehlendorf aufgestellt werden. Dadurch war die vorhandene Unterkunft räumlich für die vorgesehenen rund 240 Helfer bei weitem nicht mehr auskömmlich.

Die wenigen Garagen reichten ebenfalls nicht mehr aus und so wurde eine Garagenhalle vom Vornutzer, dem benachbarten Maria Trost Krankenhaus übernommen.

Diese Halle wurde dort als Mehrzwecksaal, zeitweise auch als Kirche – mehr aber doch als Festsaal genutzt. Hier fanden auch die beliebten THW – Faschingsfeiern aber auch manche Jahresabschlussfeier statt.

So wurden jetzt die beiden neuen I – Züge mit 12 Stellplätzen hinter den 7 Garagentoren untergebracht.

In Musterraumbedarfsplänen wurden nach ministeriellen Weisungen jedem Helfer und Helferfunktion bestimmte qm zugewiesen. Dadurch ergaben sich wesentlich größere Unterkünfte – besonders im Sozialbereich – als wir es bisher hatten.

Im Jahre 1981 wurde im BV – Steglitz der 1. THW Helferverein in Berlin gegründet und von hier auch einige Gründungsmitglieder für die Landesvereinigung gestellt. So auch der 1. Vorsitzende Bernhard Müller – Schönau.

Den 20 .Geburtstag hatten wir ja im vergangenen Jahr gefeiert.

An dieser Stelle auch der besondere Dank für die vielfältigen Unterstützung durch die Helfervereinigungen zu Gunsten der BA THW.

Entsprechend dem Aufstellungssoll wurde verstärkt Werbung für das THW gemacht, die sogenannten § 8.2 Helfer gab es ja bis 1990 in Berlin nicht und es kamen auch immer mehr Bürger, so dass die Unterkunft immer enger wurde.

Daher wurde dann durch das BM-Bau am 6. Juli 1983 der Planungsauftrag an das Bauamt Nord der OFD Berlin für einen Neu – oder Umbau erteilt.

Die eingehenden Prüfungen der Bausubstanz und des Bebauungsplan ergaben dass die Voraussetzungen und Kosten für den Umbau günstiger als ein Neubau waren. Die ersten, sehr moderaten und funktionalen Entwürfe, wurden dann schon im Jahre 1986 vorgelegt, aber bereits von der Mittelinstanz der OFD verworfen.

Der letzte Planungsentwurf des Bauamtes wurde im August 1987 vorgelegt, von der THW – Leitung in Bonn im April 1988 zugestimmt und durch BM – Bau im August 1988 die HU – Bau mit DM 3.120.000,– genehmigt .

Aktenmäßiger Baubeginn war der 8. Mai 1989 durch Einzug des Bauleiters im Verwaltungszimmer der alten Unterkunft .

Wir organisierten dann dem Bauleiter einen Bauwagen, damit wir unsere Räume auch weiter nutzen konnten.

Dieser Wagen leistete uns in den Folgejahren noch gute Dienste bei Einsätzen und Hilfeleistungen.

Der Umbau erfolgte mit erheblichen Einschränkungen, jedoch bei laufendem Betrieb der Dienststelle, in mehreren Bauabschnitten. So erfolgte die Entkernung des übernommenen Garagentraktes ausschließlich in Eigenleistung, damit dort mit der Herrichtung des Sozial – und Bürotrakts zuerst begonnen werden konnte. Es handelte sich in der früheren Nutzung um die Flak – Garagen bzw. dem Gärtnerlager und Schweinestall des späteren Krankenhauses Maria Trost .

Der zweite Bauabschnitt waren dann die Garagen.

Ein weiterer Schritt war der Ausbau des Dachgeschosses. Hier waren erst nur Lagerräume errichtet worden. Da die uns zustehenden Büro- und Ausbildungsräume im Erdgeschoss nicht komplett nachgewiesen werden konnten, mussten diese dann durch den Erweiterungsteil, per Nachtrag, im Dachgeschoss nachgebessert werden.

In die Zeit des Umbaus fiel auch die Zeit des Mauerfalls und so übernahm der BV- Zehlendorf 1990 die Sicherung einsturzgefährdeter denkmalgeschützter Häuser in Potsdam.

Wir anderen rissen die Grenzmauern so z.B. am Bahnhof Griebnitzsee mit ab.

Die Übergabe unserer neuen Unterkunft bzw. die Einweihung erfolgte am 25.Okt. 1991 durch den Direktor des THW, Herrn Henkel .

An diesem Wochenende wurde auch der BV-Friedrichshain-Lichtenberg und der OV Frankfurt/Oder gegründet.

Weitere Arbeiten im Außenbereich folgten. Die Baukosten betrugen, ohne die Eigenleistungen der Helfer, am Ende rund 3, 5 Mio DM.

Im Rahmen der Neustrukturierung THW 2000 wurde die hiesige Geschäftsführerdienststelle Berlin – Südwest aufgelöst. Fortan wurden wir von der Gst. Berlin – Lückstraße – verwaltet. Die bisherigen Bergungs- und Instandsetzungszüge, die Notstrom- Pumpengruppe und der Verpflegungstrupp ebenfalls aufgelöst .

Für diese Dienststelle bedeutete es, dass der ohnehin schon mit weniger Helfern ausgestattete BV – Zehlendorf den I – Zug abgab. Aus dem vorhandenen Helferpotential der 2 Züge wurden nun einen vollen TZ ( Technischer Zug ) mit Fachgruppe Infrastruktur. Der BV Steglitz formierte seinen I – Zug zum 2. TZ um und der alte Bergungszug hieß eben fortan Technischer Zug.

1992/93 übernahm der BV Zehlendorf dann die Hauptarbeit bei der Erstellung der Königsbrücke für den Ortsteil Rehbrücke / Potsdam. Bis die 52 Tonnen Baumaterial mit 9.100 Schrauben verschraubt waren, hatten nicht nur die Helfer aus Potsdam und Zehlendorf, sondern auch aus vielen anderen Berliner BV‘ en Anteil an den mehr als 12.000 Stunden. Am 3. Oktober 1994 konnte die Brücke dann feierlich übergeben werden.

Zwischendurch wurde mit dem fortschreitenden Aufbau Ost die Arbeit für die Gst Berlin zu viel und nun wurde die Verwaltung unserer beiden Ortsverbände nach Potsdam abgegeben. Diese hatten dann auch gleich mit uns und der Brücke ihre ersten und umfangreichen Kontakte.

Aus den BV ’s – den Bezirksverbänden – der Stadtstaaten, wurden um Wege der Neustrukturierung zum THW 2000, jetzt bundeseinheitlich Ortsverbände. im Zuge der Fortschreibung zum Modell nun THW 2001 wurden aus der alten Notstrom / Pumpengruppe mit 10 Helfern die neue Fachgruppe Elektroversorgung. Hier wurde dann auch auf die Helfer der bisherigen E – Gruppe des I – Zuges zurückgegriffen und die Helfer des Pumpentrupps der NP- Gruppe bildeten dann die Basis der neuen Wasserschaden / Pumpengruppe .

Vermisst wurden die liebgewonnen 2 Boote der alten W – 2 Ausstattung, mit denen wir in den ersten Jahren nach Mauerfall gerne die neuen Wasserflächen im Umland erkundeten.

Da auch der KatS Verpflegungstrupp abgegeben werden musste, wurde ein NVA – FKH erworben und von festen Brennstoffen( Holz und Kohle ) auf Propangasbetrieb, durch den Helferverein finanziert, umgestellt.

Aus dem Nachlass der US Army konnte für den Einfuhr Umsatzsteuersatz von DM 75,– auf den Schrottwert ein 16 m hoher Übungsturm aus der Mc Nair Kaserne Goertzallee gekauft werden. Der Abbau und Umtransport und der Neuaufbau erfolgten durch Unterstützung verschiedener Behörden und starkem Sponsoringeinwerben des Helfervereins, der aber auch finanzielle Zuzahlungen tätigen musste.

Der Turm wurde nötig, da der alte Holzturm des LV-Übungsplatzes schon vor Jahren bei einem Sturm – plötzlich und unerwartet – auf den benachbarten Muni-Bunker der Polizei kippte. Damit war für die Helfer keine geeignete Anleitermöglichkeit zur Ausbildung der “ Bergen aus Höhen und Tiefen “ mehr vorhanden. Nun hat sich aus dem Turm, wie aber auch aus der allgemeinen Einschätzung der Einsatzsituation in der neuen Hauptstadt – alles wird größer und höher – aber auch durch Kenntnisnahme des ehemaligen Höhenrettungswesens der DDR Feuerwehren, das Interesse für die Aufstellung einer THW – Höhenrettung vertieft, nachdem schon in den achtziger Jahren aus Bergsportlern sich bei uns eine, damals zwar noch nicht als Höhenrettungsgruppe bezeichnete, Mannschaft gebildet hatte. Aufgaben und Einsätze waren vorhanden.

Im Jahre 2000, dem Jahr der THW – 50 Jahrfeier, wurde unser Wunsch zur Legalisierung der HR in Form eines Pilotprojektes, zusammen mit den Ortsverbänden Braunschweig und Hamburg erfüllt, mit der Zielsetzung, ab August bis zum Jubiläumstermin im September, eine ausgebildete Truppe, zusammen mit den Helfern aus Wilmersdorf / Charlottenburg, aufzustellen, durch die THW Leitung ermöglicht.

Eine Helferin und ein Helfer absolvierten im September 2001 in der BKS Heyrothsberge den Ausbilder Lehrgang zugleich Gruppenführer für Höhenrettung. Damit ist der eigenständige Einsatz möglich geworden. Die konzeptionelle Umsetzung wird noch immer dringend erwartet!

Im Rahmen der Verwaltungsreform des Landes Berlin wurde die Zahl der Bezirke durch Fusion auf 12 reduziert und dem schloss sich das THW ebenfalls im Jahr 2001 an. Aus dem Ortsverband Steglitz wurde Steglitz – Zehlendorf und der Ortsverband Zehlendorf wurde mit Teilen der Helferschaft des OV Schöneberg – Tempelhof unter Aufgabe des bisherigen Standortes General Pape Str. zum neuen OV Schöneberg-Tempelhof, mit Standort Lankwitz, umorganisiert.

Eine weitere Umorganisation unter dem Begriff Zukunftsforum steht zurzeit mit dem Komponentenmodell an.

Warten wir es ab, was es uns zum Jahresbeginn 2003 bringt.

Lassen Sie mich noch einige Einsätze und technische Hilfeleistungen / Wirtschaftliche Leistungen erwähnen, an denen unser Ortsverband, vielfach auch die anderen Ortsverbände Berlins Anteil hatten. :

Nachdem wir in diesem Jahr ( 2002 ) die 50. Steglitzer (fest) Woche feierten, haben wir wohl regelmäßig seit 49 Jahren diese unterstützt und verschiedenste Selbstdarstellungen und Werbemaßnahmen mit eingebunden .Langjährige Aufgaben waren Aufbau der Fahnenmaste in der Schlossstrasse, früher auch noch in der Albrechtstrasse und rund um das Lichterfelder Stadion am Ostpreußen Damm sowie der Fackelzüge zur Schlussveranstaltung im Stadion .

• Wochenendübungen auf Schwanenwerder, verbunden mit dem Bau von Wegen, Geländern, Toiletten und des Schwimmstegs .

• Unterstützung der ARGE – Wasserettung in den 50′ und 60′ Jahren ( DLRG, DRK, ASB ) durch den Bau vieler Schwimmstege und Beobachtungstürme entlang der Havel und des Wannsee.

• 1972 der große Sturm mit 3 Einsatztagen zur eigentlich ersten Unterstützung der Berliner Feuerwehr

• Teileinsturz der Kongresshalle im Tiergarten

• Gasexplosion in der Soldiener Strasse im Wedding

• Bombenanschlag auf die Diskothek La Belle in Friedenau

• Gasexplosion in der Lepsiusstr.

• Großer Pumpeneinsatz nach Starkregen am Regenwasserrückhaltebecken Johannisthaler Chaussee

• Einsätze bei verschiedenen Altpapierlagerbränden durch die Gestellung von bis zu 20 Kippern zum Abtransport des Brandgutes zum Ablöschplatz

• Technische Hilfeleistungen beim Deutschen Turnfest, der Gymnaestrade, Kirchen- und Katholikentagen in Berlin und Hannover

AVUS – Rennen, Motorboot- und Ruder Regatten auf dem Hohenzollern Kanal bzw. dem Tegeler See, Unterstützung des Berlin – Marathons im Start und Zielbereich und anderer SCC Veranstaltungen

• Teilnahme seit mehr als 20 Jahren an den sonnabendlichen Feuerwehrbereitschaften

• Hilfeleistungen unterschiedlichster Art zur Unterstützung der Feuerwehr nach Großbränden wie in der Gradestrasse und dem Hotelbrand am Kurfüstendamm

• Waldbrandeinsätze nach der Wiedervereinigung im brandenburgischen Spreeau, Summt und Bärenklau in Sachsen

• Teilnahme an den verschiedensten Auslandseinsätzen des THW so unter anderem im Libanon, mehrfach in Äthiopien, Ruanda/Zaire und Hilfsgütertransporte für die GUS Staaten, oder auch nach Rumänien.

bei den Zugunglücke in Berlin – Wannsee und in Elsterwerder

• Gasexplosion in Neuruppin

• Hochwassereinsätze in der Priegnitz, bei Staßfurt, bei unserer Patenstadt Bad Godesberg, sowie 1997 im polnischen Breslau, Oppeln und im Oderbruch

• Im Januar 2000 Sturmschadenbeseitigung und Elektroversorgung in Frankreich

• z. Zt. befindet sich ein Helfer aus Steglitz in Sierra Leone bei den UN – Friedenstruppen im Einsatz

• Verschiedene Beleuchtungseinsätze mit unseren Lichtmasten so gerade erst beim Reifenlagerbrand in Oranienburg zusammen mit der WP-Gruppe und dem Brand des Kunststoffgranulatlagers in der Herzberg Str. in Lichtenberg

• Beseitigung von Sturmschäden der letzten Wochen in Berlin

und

• damit lassen wir es bewenden, es sei noch erwähnt, in dieser Woche das Hochwasser im Raum Glückstadt an der Elbe – unsere Helfer der WP und E-Gruppe sind erst am Mittwoch von dort zurückgekehrt.

Ich bin mir bewusst, dass viele große und belastende Einsätze aber auch viele Hilfeleistungen mit netten Erinnerungen hier nicht aufgelistet wurden.

Berlin – Steglitz, den 26.07.2002

Nun steht unser Tag der offen Tür anlässlich 60 Jahre THW im Jahre 2012 an und es ist Zeit, die vergangenen 10 Jahr Revue passieren zu lasse.

Machen wir erst mal weiter mit dem Jahr 2002

Hier forderte uns das Elbehochwasser über viele Wochen mit allen Fahrzeugen und Helfern. Wir waren bis in den September hinein noch im Raum Riesa zu Pumpen und kehrten wohl mit als Letzte zurück in die Heimat.

Im Oktober forderte ein Sturm über Berlin alle Helfer

Zum Winterhochwasser im Bereich Magdeburg / Heyrothsberge fuhren wir zusammen mit der WP- Gruppe aus Treptow und blieben dort bei frostigen Temperaturen über 3 Wochen standhaft vor Ort.

Wie man ja schon liest, stellte die Hochwasserbekämpfung mit großen Pumpen eine unserer Schwerpunktaufgaben dar.

Insgesamt waren wir bereits 3 mal zur Hochwasserbekämpfung seit 1997 in Polen. Hier wurden tätig, die E – Gruppe sowie die Fachgruppe WP mit unterstützenden Helfern der Bergung und des Zugtrupps
Die deutschen Flüsse Elbe, Oder, Neiße und die Nebenflüsse sind uns inzwischen schon recht bekannt. Hochwasserflächen im Hinterland der Deiche stellen weitere Probleme dar. So wa-ren wir ab Sommer 2010 bis zum Feb. 2011 mehr oder weniger durchgehend im Hochwassereinsatz bei winterlichen Temperaturen von – 20 Grad.

Aber auch in Berlin waren unseren Pumpen gefordert. So im Westhafen nach einer Schiffshavarie, wo der Laderaum zur Abdichtung eines Lecks gelenzt werden musste.
Auch der Erdgasspeicher musste vom Löschwasser nach einer Explosion befreit werden.

Im Sommer 2005 erfolgte der gemeinsame Einsatz aller Pumpengruppen im Wasserwerk Tegel, wo es einen kapitalen Rohrbruch gegeben hatte.

Als das Wasser des Schwimmbeckens des Schwimmbades am Sachsendamm unerwartet durch ein Ablassventil in den Technikkeller strömte, wurden wir zum Abpumpen von vielen Tausend Liter Wasser gerufen. Hier soll wohl ein Nahblitz ein Steuerventil außer Funktion gesetzt haben.

Ähnliche Grunde riefen uns mit den großen Tauchpumpen auch in ein Lehrschwimmbecken nach Kreuzberg, welches hätte eigentlich trocken sein müssen.
Der Abpumpvorgang stellt hier nicht die Herausforderung sondern die Verhandlung mit den Wasserbetrieb, wo wir einen geeigneten Leistungskanal zur Ableitung des Wassers herbekommen, ohne immer unsere vollen Schlauchkapazitäten einsetzen zu müssen. 6.000 bis 12.000 Liter pro Minute stellen schon eine enorme Wassermänge dar, für die übliche Abwasserkanäle nicht ausgelegt sind.

Brandeinsätze wie z.B. der des Jagdschloß Glienicke im Jahr 2004 rief unsere Ortungsgruppe zur Begutachtung einer Giebelwand.

Das Cumberlandhotel am Kurfürstendamm aber auch ein schwerwiegender Dachstuhlbrand in der Lankwitzer Waldmannstrasse erforderten Beleuchtung sowie die Ortung zur Bauuntersuchung zur Sicherstellung der Sicherheit, für die beim Abstützen tätigen Helfer und die nachfolgenden Untersuchungen der Brandermittler und der Versicherer.

 

 

2004 /2005 Tsunamieinsatz in Thailand. Ein Helfer der Ortung stieß zur SEEBA ( Schnell Einsatz Einheit Bergung Ausland ) hinzu und leistete harte Arbeit zusammen mit den SEEBA Helfern bei der Suche nach Vermissten mit unserer sehr modernen Ausstattung.

 

Auch nach Teltow duften wir Berliner fahren, um dort bei einem Hauseinsturz zu helfen.

Technische Hilfeleistungen waren ein weiteres Betätigungsfeld.

Die Museen in Dahlem riefen uns für Transportaufgaben.

Besonders schwere und sperrige Exponate brauchen Spezialistenhände um alle Stücke an den jeweiligen neuen Platz zu bringen.

Die Freie Universität benötigte Unterstützung durch Generator-strom und Beleuchtung aus verschiedenen Anlässen.

Aber auch der Sturm Kyrill machten den Einsatz der E-Gruppe mit Generator im südlichen Brandenburg erforderlich. Hier wur-den alle Generatoren des Länderverbandes zwar sehr später, aber dann doch angefordert und dann zur Netzeinspeisung im Inselbetrieb eingesetzt.

Ein Reiterhof aus Großbeeren forderte uns über die Jahre mehrfach zur Unterstützung bei internationalen Jugendreittur-nieren an, um die weitläufig verteilten Pferdetränken mit Wasser zu versorgen.

Im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen konnte unser Jetfloat – System sowohl beim Tauchertreff der Feuerwehren vor Gatow als auch bei Tauchertreffs in Mysliborz Polen eingesetzt werden. Die DLRG und die DRK Wasserwacht konnten mit den Schwimmpontons ihre Steganlagen erweitern oder beim Hochwasser auf der Havel in Wannsee über Wochen überhaupt ersetzen.

In den letzen Jahren kommt der Motorsägenausbildung eine immer umfangreichere Bedeutung zu. Unsere ÖGA ( örtliche Gefahrenabwehr ) Höhenrettung bildet in den eigenen Reihen derzeit neue Höhenretter aus, ist aber auch in der Unterwei-sung von Helfern aus anderen Ortsverbänden im Bereich Absturzsicherung tätig.

Gemeinsame Ausbildungen mit der Bundespolizei, aber auch bei der Selbstschutzausbildung der Bundeswehr, sind wir an unserem Übungsturm zusammen mit den Höhenrettern und Bergungshelfer tätig.

Auch das Einsatzgerüstsystem – kurz EGS genannt – bedarf einer regelmäßigen Schulung, um z.B. die Bergungsaufgaben durch den Bau von Abstützungen oder Stegergänzungen, in Verbindung mit dem Jetfloat, Hilfskonstruktionen zu bauen.

So waren wir nach großer Schneelast mit dabei, ein Tankstellendach in Steglitz abzustützen.

4 x im Jahr sind wir in der Regel zur Feuerwehrbereitschaft, dem rd. 30 Jahre alten rot/blauen Modell der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW, im Einsatz.

MdB und THW am Reichstag, wie auch der Tag der offen Tür im BMI, rief unsere Höhenretter und Ortungshelfer oftmals zur Unterstützung.

Viele Teilnahmen an den verschiedensten Straßenfesten und Tagen der offenen Tür im Bezirk, wie auch die Vorbereitung und Durchführung von Tagen der offene THW -Tür hier bei uns in Lankwitz, rundeten unser Tätigkeitsfeld zur Öffentlichkeitsar-beit und Helferwerbung ab.

Leider sind diese Veranstaltungen zwar gut zur Ö-Arbeit, Helfer konnte wir dabei so gut wie nie einwerben.

Vielleicht erreichen wir durch die Darstellung unserer breiten Palette von Aufgaben interessierte Frauen und Männer, die uns Unterstützen wollen.

Auch haben wir immer frei Plätze in unserer Jugendgruppe. Wir nehmen hier Jungen und Mädchen ab ca., 11/12 Jahre auf.

Aber bevor es in den Einsatz geht, ist Ausbildung angesagt.

Getreu dem alten THW Werbemotto :
Helfen wollen ist gut, Helfen können ist besser, Helfen will ge-lernt sein.

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