THW unterstützt großflächig bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest

Frankfurt (Oder). Seit dem 10. September sind die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land Brandenburg nachgewiesen. Mittlerweise sind drei Landkreise (Spree-Neiße, Märkisch-Oderland und Oder-Spree) sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) mit bestätigten Infektionsfällen betroffen. 

Allgemeine Lage 

Auf Grund des amtlich festgestellten Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in den Landkreisen Spree-Neiße, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) wurden zum Schutz gegen die besondere Gefährdung der Hausschwein- und Wildschweinpopulation unterschiedliche Schutzzonen eingerichtet. 

Zu Beginn des Ausbruchs der ASP wurde das der THW Ortverband Berlin Steglitz-Zehlendorf mit seinen Trupp UL (Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme) angefordert, um den Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest einzudämmen. 

Mitte September unterstütze der Trupp UL erfolgreich im Dorchental bei Neuzelle den Landkreis Oder-Spree bei der Suche nach den verendeten Wildschweinkadavern. Mithilfe des THW-Drohneneinsatzes konnten erfolgreich großflächige Wald-, Feld- und Ackerflächen überfolgen und die Wildschweinkadaver schnell und effektiv aufgespürt werden. 

Zusätzlich hat das THW seit Mitte September in die Krisenstäbe der Landkreise und kreisfreien Stadt Fachberater entsandt, die vor Ort zur fachlichen Unterstützung über die Aufgabenschwerpunkte des THW und dessen Einbindung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest als Verbindungsperson arbeiteten. 

Durch den bereits erfolgreichen Einsatz des Trupps UL, wird nun erneut auf die Unterstützung des THW zurückgegriffen. 

Hierzu wurden die THW Ortsverbände Berlin Steglitz-Zehlendorf, Quedlinburg und Cloppenburg mit ihren Trupp UL Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme) angefordert. 

Seit dem 19. Oktober unterstützen sie vorerst über einen Zeitraum von 2 Wochen. 

Diese THW-Drohnen sind mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, welche aus der Luft Temperaturunterschiede am Boden sichtbar machen. Mit Hilfe dieser so genannten Thermografie-Technik können die verendeten Wildschweinkadaver aufgespürt werden. 

Die Aufgabe für die THW Ortsverbände Berlin Steglitz-Zehlendorf, Quedlinburg und Cloppenburg ist es, nun eine Fläche von ca. 600 ha (Wald-, Feld- und Ackerflächen) zu überfliegen und nach verendeten Wildschweinkadavern abzusuchen. 

Text: Saskia Grote-Buder – Regionalstelle Frankfurt (Oder)
Fotos:  THW Steglitz-Zehlendorf – Manuel Deimer

THW unterstützte beim Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest

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THW: Drohnen erweitern das Einsatzspektrum

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